Während die Regierung von Brandenburg eine Gesamtfläche von 2% des gesamten Bundeslandes für Windkraftanlagen vorgesehen hat, sind in der Region Carmzow-Wallmow bereits 9% Fläche mit diesen Anlagen verbaut. Die Tendenz ist steigend.

Noch weniger verständlich sind zahlreiche Standorte von Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe von Ortschaften (min. 800m entfernt) obwohl in größerem Abstand (über 2 km von Ortschaften entfernt) ausreichend Fläche vorhanden ist. Besonders mit dem Hintergrund, dass bei günstigem Wind vor allem Nachts (ab 22:00 Uhr) eine dauerhafte Lärmbelästigung entstehen kann, die jedem Flughafen-Anreiner ein vertrauter Ton ist. Nur eben nicht von Stille unterbrochen, die zwischen Start und Landung herrscht.

windräder

Aber wer zieht am meisten Nutzen aus diesen Standorten? Zum einen, die Gemeinde. In unserem Beispiel erhielt diese einmalig 500.000 Euro für die Gemeindekasse. Der Grundstückseigentümer, der bis Heute bereits 9-10 Windräder auf seinen Äckern zu stehen hat und dafür bis zu 500.000 Euro jährlich erhalten kann und natürlich der Betreiber. Immerhin wurden auch an die betroffenen Anrainer gedacht. Diese erhalten immerhin 4% Rabatt auf den Strom des Betreibers, bei einem gegenüber sonstigen Öko-Stromanbietern überteuerten Tarif.

Über die optischen Auswirkungen auf die Landschaft und der Umgebung gar nicht zu reden.

Inwieweit dies alles noch mit ökologischem Denken zu tun hat ist aus unserer Sicht nicht weiter erklärbar.